Die mehrdimensionale Theo-logik der Polarität. Anmerkungen zum Denken von E. Przywara
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Die mehrdimensionale Theo-logik der Polarität. Anmerkungen zum Denken von E. Przywara

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Estratto

L’articolo contempla il profilo pluridimensionale della polarità. In questa prospettiva si offre prima di tutto un’ambientazione del discorso nelle riflessioni teologico-filosofiche moderne. Contro ogni forma di mediazione o di spiegazione dialettica, la polarità coglie il dato dell’interruzione che caratterizza tanti momenti del reale concreto. Ed è soprattutto il buon senso che ne tiene conto. In un secondo momento si presenta la maniera in cui Przywara elabora la questione. Si analizzano i contributi degli autori al cui pensiero attinge in riguardo: Agostino, Tommaso e Newman; poi Deutinger, Görres, Nietzsche e Kierkegaard. Non manca una breve panoramica degli scritti (sistematici) in cui Przywara si fa animare dalla logica dell’opposizione. Alla fine vengono sviluppati alcuni principi di antropologia teologica che incarnano la polarità nel vissuto dell’individuo (credente).

Parole chiave:

Polarità e unità degli opposti; La dialettica e i suoi limiti; Il nulla; Il buon senso; L’uomo “eccentrico”; Il principio dialogico

 

Abstract

The article investigates the multi-dimensional profile of polarity. Firstly, it situates the question in the context of modern theology and philosophy. Avoiding any form of mediation or dialectic explanation, polarity grasps the fact of interruption, which characterizes so many aspects of concrete reality. Most of all it is common sense that takes this into consideration. Secondly, the article describes Przywara’s approach to polarity by analysing the authors who inspired him: Augustine, Thomas, Newman, and then Deutinger, Görres, Nietzsche, Kierkegaard. This is integrated by a brief overview of his (systematic) writings that are animated by the logic of opposition. In the end the article develops some principles of theological anthropology that express polarity in the life of the (believing) individual.

Keywords:

Polarity and unity of opposites; Dialectic philosophy and its limits; Nothingness; Common sense; The “eccentric” human being; The dialogical principle

 

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Erich Przywara1 gehört fraglos zu den bedeutendsten jener Denker des 20. Jahrhunderts, die sich im subtilen Übergangsbereich zwischen Philosophie und Theologie ansiedeln2. Er bleibt dabei immer bewusst ein Glaubender, der im systematisch-spekulativen Nach-denken die Grundwahrheiten der christlichen Offenbarung vor der Vernunft verantwortet zu erhellen sucht. Freilich greift er überaus weit und mithin bereichernd aus3; er steht im Austausch mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und logischen Figuren, wie sie sich über die Jahrhunderte hin herausgebildet haben. So wird sein Blick gleichermaßen geschärft und von der Verfangenheit im gewohntermaßen Gängigen gelöst. In diesem Jahrzehnte währenden Prozess schälen sich immer deutlicher die bestimmenden Grundoptionen seines theologischen Daseinsverständnisses heraus: die Verknüpfung von kategorialer und transzendenter Wirklichkeit unter dem Vorzeichen der Analogie4 und eine Konzeption Gottes, welche dessen Geheimnishaftigkeit niemals ideologisch oder götzenbildnerisch überblendet5. Der Weg zu solcher Ausdrücklichkeit ist jedoch lang und keineswegs als eine Art von leidiger Durchgangspassage anzusehen, die allein vom erreichten Zielpunkt her Sinn hätte und dann der Vergessenheit anheimfallen könnte. Im Gegenteil. Wichtiges bzw. Bedeutsames tut sich in itinere dar: Przywara beschäftigt sich mit der Gegensatzlehre und der Frage nach der polaren Struktur des Realitätsgefüges. Was in diesem Zusammenhang zu Tage tritt, soll im Folgenden in großen Linien dargestellt und in ein – wenn auch grob gehaltenes – Netz von vertiefenden Verweisen bzw. Querbezügen eingefügt werden.

Die nachfolgenden Ausführungen untergliedern sich in drei Teile. Zunächst einmal wird der Versuch unternommen, die Fragekonstellation zu klären, in die sich die Polaritätslehre einordnet. Es wird um eine systematische – ansatzweise auch geistesgeschichtliche – Verortung des zentralen Begriffs gehen. Vor diesem Hintergrund soll sich in einem zweiten Moment abzeichnen, wie Przywara in seinem Werk das Wort vom Gegensatz inhaltlich füllt und welche weiterreichenden Implikationen für ihn damit verbunden sind. In einem dritten und abschließenden Punkt soll die Polaritätslehre in ihrer Bedeutung für die theologische Anthropologie herausgearbeitet werden. Dem formalen Zentrum nach birgt sie aufgrund ihrer Logik der Gegenüberstellung ein sehr großes Potential in sich. So wird es unter dieser Rücksicht zu einer konkreten Entfaltung der Art und Weise kommen, wie sich der Mensch – in seinem Selbstverhältnis, in seinem Weltbezug und in seiner Verbindung zu Gott – innerhalb der Wirklichkeit definiert.

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